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Unsere Weine


Silvaner, Österreicher

Nach neuesten Forschungen ist der Silvaner aus einer natürlichen Kombination von Traminer und Österreicher weiß entstanden. Die Traube wurde wahrscheinlich aus Reben an der Donau ausgelesen und kam 1659 (2009 ist das Jubiläumsjahr 350 Jahre Silvaner in Franken) durch die Zisterziensermönche nach Castell in Franken. Hier wurde sie die Hauptrebsorte bis 1950. Mit den vielen Neuzüchtungen wurde die Anbaufläche in den 1970er- und 1980er-Jahren vielerorts zurückgedrängt. Momentan allerdings erlebt der Silvaneranbau in Franken und Tauberfranken einen Aufschwung und hat als traditionelle Renommiersorte einen festen Platz im Weinsortiment.
Die Weine des Silvaners haben ein geschmacksneutrales Fruchtbukett. Er hat eine Blume von vielen, aber zarten Nuancen.
Auf unseren Muschelkalkböden können bei genügend Feuchtigkeit, fruchtige Silvaner gewonnen werden. In guten Jahren werden auch schwere, alkoholreiche Weine geerntet, die den Mund richtig austapezieren. Der Silvaner passt zu Fisch und zu weißem Fleisch und unterstützt durch seine neutrale Art den Geschmack der Speisen. Silvanerweine sind wegen ihrer ausgeglichenen Säure bekömmlich und rund.

Müller-Thurgau

Der Müller-Thurgau ist vermutlich eine Kreuzung aus Riesling und königlicher Mädchentraube. Die Sorte wurde von Prof. Müller aus dem Kanton Thurgau in der Schweiz 1882 gezüchtet. Die Weiterentwicklung und Vermehrung fand bis 1938 in Versuchsanlagen statt. Seit der Umstellung auf Pfropfreben (veredelte Reben) wurde der Müller-Thurgau vermehrt angepflanzt und ist bis heute eine der meistangebauten Sorten Deutschlands.
Die Sorte Müller-Thurgau wird als das Brot des Winzers bezeichnet, da sie in den meisten Jahren sowohl Qualität als auch Quantität hervorbringt.
Die Weine sind saftig-leicht, bzw. duftig-elegant mit einer angenehmen Muskatnote und milder Säure. Je nach Standort fallen sie mehr oder weniger blumig aus. In sehr warmen Jahren haben die Weine eine zum Teil geringe Säure mit breitem und wuchtigem Ausdruck. Vom Qualitätswein bis zur Beerenauslese ist alles möglich.
Den tauberfränkischen Müller-Thurgau bezeichnet man als einen der Besten im deutschen Anbau. Durch die Bodenstruktur und das Kleinklima werden bei uns facettenreichste Müller-Thurgau geerntet.
Einfache Trinkweine sind zur Brotzeit, aber auch als frische, spritzige Sommerweine und zu leichten Speisen, beispielsweise Spargel geeignet. Generell ist der Müller-Thurgau als abendlicher Trinkwein beliebt.

Bacchustrauben

Der Bacchus ist eine Kreuzung aus (Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau. die Sorte wurde von Peter Morio auf dem Geilweilerhof 1933 gezüchtet. Die Anbaufläche des Bacchus´ liegt deutschlandweit bei nur 2 %. Er hat hier nur einen Nischenplatz erreicht. Die größten Rebflächen sind in Rheinhessen und Franken zu finden.
Der Bacchus liefert aromatische Weine mit ansprechendem Säurespiel. Reife Weine sind extraktreich und fruchtig mit einem starkem Bukett, das an schwarze Johannisbeere erinnert. Weine mit hohem Mostgewicht und ausreichender Säure können auch Rieslingart haben, sind blumig mit einem dezenten Muskatton, jedoch mit einer viel verträglicheren Säure. Bacchus wird vorwiegend halbtrocken ausgebaut und zählt zu den beliebten duftigen Trinkweinen für gesellige Abende. Zu Mehlspeisen und Desserts passt seine blumige Art ebenfalls sehr gut.

Grauer Burgunder (Ruländer)

Der Graue Burgunder, auch besser bekannt als Pinot Grigio aus Italien, ist eine alte eigenständige Sorte, die wahrscheinlich vom Burgund über Ungarn und wieder zurück über den Kaiserstuhl und das Elsass zu uns gekommen ist. 1711 wurde die Sorte von Johann Seeger Ruland in einem verwilderten Garten in Speyer gefunden. Er erkannte den hohen Anbauwert dieser Sorte. Aus der Grauen Burgunderrebe können die unterschiedlichsten Weine hervorkommen. Bei früher Lese können leichte und spritzige Kabinetts, bei großer Reife schwere, ölige Typen oder auch edelsüße Dessertweine geernet werden. Der Graue Burgunder hat ein sortentypisches volles und würziges Bukett. In trockenen Jahren können die Weine etwas plump wirken. In den meisten Fällen gehören die Grauen Burgunder zu den Spitzengewächsen besonders im Spät- und Auslesebereich. Grauer Burgunder-Kabinettweine sind zu Vorspeisen, Fisch, Spargel und auch als Sommerweine zu empfehlen. Volumige Spätlesen zu Braten, eventuell auch Wildgerichten, sowie Süßweine als Aperitif oder zu Desserts. Der Graue Burgunder ist ein bekömmlicher Trinkwein mit meist nicht zu hoher Säure.

Ortega

Die Ortega-Traube ist eine Kreuzung aus Müller-Thurgau und Siegerrebe. Sie wurde in Veitshöchheim von Dr. Breider gezüchtet und bekam ihren südländischen Namen nach dem Philosophen Jose Ortega y Gasset. Sie ist sehr frühreifend und wird mit meist sehr hohen Öchslegraden geerntet.
Ortegaweine zeichnen sich durch sehr blumige, südfruchtähnliche Geschmacksbilder aus. Bei Kabinettweinen kommt das Pfirsicharoma zur Geltung. Bei Spät- und Auslesen kann man reife Zitrusfrüchte herausschmecken.
Ortega wird gerne als Federweißer verkauft, jedoch findet man sie auch als Nischenweine auf den Weingütern wieder. In unserem Sortiment hat die Ortega ihren festen Platz als alternative Bukettsorte.

Schwarzriesling

Der Schwarzriesling wird auch Müller-Rebe oder Pinotmennier genannt. Er ist eine alte, selbständige Sorte aus der Familie der Burgunder. Sie wird nachweisbar seit 400 Jahren im Burgund angebaut.
Die Sorte Schwarzriesling ist für ihre vielfältige Nutzung bekannt. Beispielsweise als Weißherbst, Sektgrundwein und Rotwein, oder auch als Geschmacksbildner beim Rotling.
Die Weine des Schwarzriesling sind meist nicht so tief dunkel. Er ist eher der leichte Vertreter, ein Tischwein für jeden Tag. Seine Frucht erinnert an Sauerkirscharomen und kann bei hoher Reife zu frischen Brot- oder Röstaromen neigen. Der Schwarzriesling ist ein Allrounder, der nicht enttäuscht.
Als Weißherbst passt er zu Terrinen und Vorspeisen, reife Rotweine eher zu Braten, Wild oder zu würzigem Käse. Als Sommerwein ist er auch für kleine Gerichte, Nudeln und Salate geeignet. Immer häufiger findet man Schwarzriesling auch als Blanc de Noir ausgebaut, d.h. als hellgekelterter Rotwein.

Regent

Der Regent gehört zur Kategorie Neuzüchtungen und wurde aus (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin 1967 in der Bundesanstalt für Rebenzüchtung Geilweilerhof gezüchtet. Der Regent ist für unsere Region eine Ergänzungssorte mit mediterranem Charakter und Barriqueeignung. Da es sich um eine pilzresistente Sorte handelt, muss bei ihr weniger Pflanzenschutz betrieben werden. Daher gilt sie als akzeptabelste Rotweinsorte, auch für ökologische Betriebe. Der Wein ist tiefdunkel, stoffig mit einem südländischen Charakter. In reifen, guten Jahren ist ein Duft von Waldbeeren oder Chassis spürbar. Bei Ertragsreduzierung liefert der Regent hochwertige Rotweine, die auch für den Barriqueausbau geeignet sind.
Der Regent passt zu Wildgerichten, Rinderbraten und dunklen Soßen, sowie zu kräftigen und würzigen Käsesorten.

Blanc de Noir

Keine Rebsorte, sondern eine Weinart und wie der Name schon sagt: Weiß aus Schwarz. Hier haben wir keine Neuerfindung, eher einen Trendwein. Ein hellgekelterter Rotwein aus der Sorte Schwarzriesling. Er wird verarbeitet wie ein Weißwein - vom Weinberg direkt auf die Kelter ohne Erwärmung oder Maischegärung, damit sich die roten Farbstoffe nicht aus der Beerenhaut lösen können. Ein würziger Wein mit einer spürbaren, nervigen Säure, passend zu Brotzeiten oder geschmortem Fleisch, sowie zu Rotschimmel- oder milden Käsesorten.

Rotling

Der Rotling ist keine Weinsorte, sondern eine Weinart, die hauptsächlich in Franken und Tauberfranken ihre Verbreitung findet. Das besondere an diesem Wein: Ein Cuvee von Weiß und Rot, jedoch nicht als Wein, sondern schon vor der Kelterung, d.h. vor dem Auspressen der Traubenbeeren. Es kann jede beliebige Sorte verwendet werden. Bei uns besteht der Rotling aus Müller-Thurgau und Schwarzriesling. Diese Variante bringt einen frischen - an Erdbeere und Himbeere erinnernden - Wein hervor. Die Weine sollten lachsfarbig bis hellrot sein. Der Rotling ist ein Sommerwein für die Terrasse, der gekühlt getrunken wird. Passend zu leichten Speisen, z.B. Lachs und Salate, jedoch auch an lauen Abenden zur Grillsaison.

te (Tauberedition)

Eine Besonderheit in unserem Betrieb ist die Tauberedition - Eine Cuvee von zwei Sorten - Grauer Burgunder und Silvaner - das momentan im kleinen Holzfass (Barrique) ausgebaut wird. Der Wein ist ein hochkarätiger Vertreter immer im Spätlesebereich, obwohl als Qualitätswein beschrieben, mit leichter, schön eingebundener Holznote.wagen
Eine Spezialität, die nur bei den 10 Mitgliedsbetrieben der te zu erweben ist. Jeder hat sein eigenes Cuvee, das nach strengen Richtlinien ausgebaut wurde.


Bocksbeutel

Die Flasche "Bocksbeutel" ist die typische Flasche für fränkische und tauberfränkische Weine. Die Flaschenform ist vermutlich schon seit dem Mittelalter im Gebrauch. Sie ist abgeleitet aus der Form der Feldflasche und aus praktischen Gründen plattgedrückt, sodass sie nicht wegrollen konnte oder auch besser ins Gepäck passte.
Über den Namen ist man sich nicht ganz einig, ob er von der Form des Hodensacks eines Bockes abgeleitet wurde, oder ob es vom niederdeutschen Booksbüdel = Bücherbeutel herstammt. Seit 1989 hat der Bocksbeutel den Schutz der EU und darf nur noch in Franken, Tauberfranken und im Rebland bei Baden-Baden in 40 Orten verwendet werden.

Warum füllen wir noch die Bocksbeutel?.
Zunächst aus Überzeugung, weil wir, trotz Modetrends für die anderen Flaschenformen, noch an unserer Traditionsreichen Flaschen festhalten möchten.
Wir füllen in den Bocksbeutel höhere Qualitäten, manchmal auch Weine mit geringerem Ertrag.

 

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